Bau Reparatur

Dark Wave & Co.

Die letzten Tage ging alles nur noch schleppend voran. Das hatte verschiedene Gründe, hauptsächlich war mir der Elan etwas abhanden gekommen. Ich war immerhin -zumindest zeitweise- anderweitig sinnvoll beschäftigt, meine Wäsche war mir ausgegangen und hatte eine Großwaschung nötig. Etwas Auszeit kam dazu, naja, jetzt geht es wieder weiter.

Um den Robur wieder ins Trockene zu bekommen, musste der 814 ganz vorne an die Wand. Danach passte der Robur rein, aber echt nur gerade so. Man muss jetzt gebückt unter dem Fahrradträger durch kriechen, wenn man zur Halle rein oder raus will. Sigi hatte vorgeschlagen, den Träger abzuschrauben, aber für die paar Tage war mir das schon wieder zu viel Aufwand, man kommt ja durch. Es muss schließlich nur noch der Hilfsrahmen lackiert werden, dann wird er vom Fahrgestell getrennt und das Fahrgestell kommt raus. Das bringt wieder 2m Platz und schon ist die Enge keine mehr.

Aber erst musste das Fahrgestell fahrbar gemacht werden. Die Starterbatterien standen ja neben dem Wagen, zum Fahren eher ungünstig. Später sollen sie in den Staukasten vorne rechts, den gibt es so schnell aber noch nicht. Da das Kabel lang genug war, hängte ich die Batterien kurzerhand mit Vierkanthölzern ins Rahmenheck.

Zum Lackieren musste der Hilfsrahmen angeschliffen werden. Ich schnappte mir das Schleifvlies und fing an. Aber es war sooo öde und ich hatte so richtig keinen Antrieb. Wo ist mein Ritalin? So ein Mist, echt! Mein Tablet bemühte sich ja redlich, die Halle wenigstens halbwegs mit Musik zu versorgen, aber es hatte keine Chance. Die Stereoanlage aus meiner Gerolsheimer Werkstatt wäre ja da, aber es gab die gescheiten Boxen nicht mehr. In dem Moment kam die erlösende Erkenntnis, dass ich seit über drei Jahren Regalboxen im Düdo spazieren fuhr. Geil, gleich mal geholt und angeschlossen. Ich steckte auf gut Glück eine unbeschriftete Minidisc in den Player und schon ging es ab. Die Boxen sind für ihre Größe richtig gut und schon hatte ich Party. Jetzt machte das Schleifen regelrecht Spaß und nach zwei Discs war ich fertig.

Musik ist lebenswichtig, also musste das Radio im 814 auch noch eingebaut werden. Ich versah Kabel mit kleinen Steckern, steckte sie auf die entsprechenden Anschlüsse des Scania Spannungskonverters und vergoss alles mit Heißkleber. Jetzt konnte ich das Radio anschließen. Aus dem linken Lautsprecher kommt nur Gekrächze und der linke ist ganz tot. Super, gaaanz toll. Aber egal, die Lautsprecher sind eine andere Baustelle.

Das Wochenende verging, ohne dass der Hilfsrahmen im Freien gespritzt wurde, wie es eigentlich angedacht war. In Sigis Werkstatt geht das nicht, da wäre nachher alles staubig und in der benachbarten Lackierhalle wurde etwas anderes lackiert. Ich hätte meinen Kompressor mitbringen sollen, dann wäre ich unabhängig und hätte mein Lackierglück selber versucht. Mit dem winzigen Baumarktkompressor hier brauche ich nicht anzufangen. Aber egal, ich denke ich streiche im Laufe der Woche einfach den Lack wieder mit dem Pinsel auf den Hilfsrahmen. Mal testen, wenn das in einem Durchgang deckt, mache ich das so.

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