Planung

Lacknebelhorrortrip

Noch 41 Tage, aber wenn die alle so werden wie der heutige, dann kündige ich fristlos! Dabei schien doch alles gechillt abzulaufen. Ich hatte Waschtag und wollte nebenbei noch den Lack auf die Staukästen bringen, mehr hatte ich mir für heute nicht vorgenommen. Na gut, von dem her war der Tag schon erfolgreich…

Leider hatte ich den Wind unterschätzt. Er machte die Hitze zwar erträglicher, aber er pustete mir a) mehrmals den Lack ins Gesicht statt auf den Stahl und b) scheinbar ALLES, was nicht im Gesicht oder auf den Staukästen landete – na wohin? – auf die am Ende des Geländes stehenden Autos. Und nicht etwa die Schrottautos, die ja noch harmlose Opfer gewesen wären, sondern auf die angemeldeten von irgendwelchen Kunden einer der Hallen. Und natürlich fiel das nicht mir am Anfang der Spritzaktion auf, sondern dem derzeitigen Besitzer der Fahrzeuge, als ich die 2. Lackschicht auf den Kästen hatte und er auf das Gelände kam. 3 Autos hat es erwischt. Und nicht nur in Windrichtung, nein, rundum haben die Dinger jetzt feine weiße Tüpfchen auf Scheiben und Lack. Ich könnte kotzen, aber so richtig richtig. Zwei schwarze Autos und ein hellgrünes. Gerade auf dem Schwarz kommt der weiße Nebel natürlich gigantisch gut. Ein Waschstraßenbesuch brachte keine Besserung, der Nebel war also richtig schön frisch und klebrig auf den Autos gelandet. Noch mehr kotzen!!!

Als hätte ich nicht schon genug Sorgen, muss ich jetzt auch noch zusehen, wie ich den Schaden geregelt bekomme. Habe ich eine Privathaftpflicht? Und wenn ja, kommt die für sowas auf? Ansonsten fiele mir nur ein, die Autos komplett mit Verdünnung zu waschen und dabei möglichst keine weiteren Schäden an Kunststoffteilen und Lacken anzurichten. Hab ich es schon erwähnt: Ich könnte kotzen…

Heute hatte ich die Schnauze also wieder mal gestrichen voll und wollte die Zelte hier schnellstmöglich abbrechen. Anhänger mieten, den ganzen Klumpatsch rein und irgendwo hin gebracht, wo ich dann später mal weiter machen wollte. So ein Kack aber auch, wenn ich die Staukästen dran hätte, könnte ich wenigstens auf den gemieteten Anhänger verzichten. Vor Allem auf die Extrafahrt um den Anhänger wieder zurück zu geben, denn ich fand nicht mal Vermieter, bei denen ich den Anhänger hier mieten und im Norden abgeben könnte. Dann kam ein Anruf von Paul, der meine Frustmeldungen im Gesichtsbuch gelesen hatte. Sein Plan zu dem Thema: Staukästen alle lackierfertig machen, dann zu ihm schaffen und dort lackieren. Also gut, es sei. Den verzogenen Kasten schneide ich also nochmal auf und nach geglückter Schweißerei *daumendrück* werden die restlichen 3 Kästen angeschliffen. Wo ich dann lackiere, lasse ich vorerst noch offen – nur nicht hier auf dem Hof bei Wind, das steht definitiv fest.

Um die Staukästen schnellstmöglich aus dem Weg bekommen zu können, entgratete ich noch die Bohrungen am Hilfsrahmen. Sie bekamen nur Grundierung verpasst, weil ja sowieso alles mit Polymer abgedichtet wird.

2 Kommentare

  1. Moin Stefan, will mich ja nicht wiederholen, ist aber ein klarer Fall für die Privathaftpflicht meiner Meinung nach. Versicherungen informieren und fertig. Die Kästen sehen geil aus! Meinen Anhänger würde ich dir mal ein paar Tage leihen, obwohl der hier rege in Gebrauch ist, aber für ne Woche würde es gehen.

    1. Moin Martin! Ja, Du hast natürlich vollkommen recht. Ich habe bei der Versicherung angerufen und denen kurz den Sachverhalt erklärt, sie schicken mir ein Schadenmeldeformular. Mehr als ablehnen können sie ja eh nicht…
      Anhänger sollte sich durch den Bau der Staukästen erübrigen, das Werkzeug hat also dann Platz. Die Hallenbauplatten kann ich auch auf den Hilfsrahmen zurren. Trotzdem danke!!! 🙂

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