Bau

Auspufffinish

Noch 9 Arbeitstage Restzeit, der Countdown geht von 32 Tagen aus. Erste Amtshandlung: Dichtung für die Staukästen bestellen. Ich hatte mir ja schon einige bei Gummi Bender herausgesucht, die in Frage kommen würden. Eine weitere Auswahl schien nötig, weil die Dichtung nicht auf der Kante der Klappenrahmen abdichten sollte, sondern auf der Holzfläche der Klappe. Aber ich war mir unschlüssig, konnte ich doch mit der „Shore“ Härtenangabe nichts anfangen. Ein Anruf brachte etwas Licht ins Dunkel.

Die Beratung war gut. Man hörte sich mein Vorhaben an, ließ sich entsprechende Maße nennen und zum Schluss war klar, dass ich ein 12mm hohes und 14mm breites EPDM Halbrundprofil nehmen müsste. Durch die Klappenbreite ergibt sich trotz des weichen Gummis eine ziemliche Flächenpressung, ich bin gespannt wie sich das anfühlt. Es folgte eine Kleberberatung, wonach ich mich für einen EPDM-geeigneten Kontaktkleber entschied. Es folgte eine Bestellung über 180 Euro, puh!

In der Werkstatt schnitt ich zuerst mal den herausgedrückten Kleber der Klappenplatte ab. Zum Lackieren muss der Kleber schließlich ausgehärtet sein. Mir fiel beim Blick auf die Kleberwurst der Dreck auf dem Boden auf. Viel Dreck. Und überhaupt regiert das Chaos, wie bei mir üblich. Heute würde es noch gehen, aber dann wäre echt mal eine Aufräumung und Reinigung nötig.

Nächster Schritt: Klappenschlösser. Ich ermittelte mittels verschiedener Versuche die Dicke der Zwischenlage zwischen Klappenplatte und Schloss. 6mm müssten genau passen. Oder mehr und hinter dem Sperrriegel den Rahmen auch etwas unterfüttern. Ich werde sehen, was ich in 6mm an Material bekomme. Ich notierte mir gleich ein paar weitere Materialien, die ich in Kürze besorgen sollte.

Ich schaute mir das Fahrgestell an und fand noch diverse Stellen, die eine Fahrbereitschaft derzeit verhindern. Beleuchtung – dafür brauche ich noch Material. Seitenaufprallschutz – dafür müssen zuerst die Staukästen dran. Auspuff – dafür brauche ich noch Stahlprofile. Aber halt, ich hatte doch noch die krummgerichtete Kante des Staukastens. Kurz nachgemessen, passte. Keine Ausrede mehr, wenn man von den 30 Grad Hitze mal absah. Also sägte, schweißte und bohrte ich mir einen Halter. Grundierung drauf, Lack drauf, gut war’s. Das Endrohr schliff ich etwas an und lackierte es komplett schwarz. Beim Aufschieben der Halteschelle gab es natürlich hier und da ein paar Macken, da lackierte ich einfach nochmal drüber. Soll ja auch keinen Preis gewinnen, nur temporär etwas hübscher aussehen.

Tot gearbeitet habe ich mich also heute wieder nicht, aber es ging ein kleines Stück vorwärts. Parallel mache ich mir natürlich immer Gedanken um die nahe Zukunft, also Lackierung der Staukästen, Straßenzulassung, Verbringungsort nach Hallenlaufzeitende, Kofferbau,… Ich hätte nach wie vor gerne den Koffer vor dem Winter noch als Rohbau fertig. Noch lieber natürlich bezugstauglich fertig. Schritt für Schritt weiter und schauen was passiert…

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